Beim 1. SocialBarCamp in Schleswig-Holstein kommen VertreterInnen aus der Digitalwirtschaft, Politik, Verwaltung und SocialEntrepreneure mit Vereinen, Verbänden und Stiftungen ins Gespräch, um auf Augenhöhe aktuelle und zukünftige Herausforderungen unseres Gemeinwesens zu diskutieren, Lösungsansätze vorzustellen und gemeinsam Strategien zu entwickeln.

Schwerpunktthema wird dabei die Digitalisierung der Zivilgesellschaft sein: Digitalisierung ist weit mehr als Technologie und digitale Kommunikation. Wie verändert sich die strategische Ausrichtung von Nonprofits sowie deren Kultur- und Arbeitsweise? Wie ergänzen sich digitale und analoge Geschäftsmodelle? Wo gibt es schon Leuchtturmprojekte, wo wird nach neuen Formen der Kooperation und Kollaboration gesucht?

Aber auch Themen, die gar nichts oder nur am Rande etwas mit Digitalisierung zu tun haben, werden zur Wort kommen. Und natürlich wird viel Raum sein, sich zu vernetzen und vielleicht schon über eine Kooperation nachzudenken.

Die Keynote hält Patrick Gilroy von „digital.engagiert“, einer Förderinitiative von Amazon und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Er ist Coautor des Mutmacherpapiers „Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft“.

Infos zum SocialBarCamp

Was ist ein BarCamp?

Ein Barcamp ist eine grundsätzlich für alle offene Art von Konferenz, bei der die Teilnehmenden gleichzeitig Akteure sind. Erst am Veranstaltungstag werden vor Ort Sessions angeboten und über einen gemeinsam erstellten Zeitplan organisiert. Jeder bringt etwas mit, ein Thema, Diskussionsbeiträge, Fragen – und kann viel mitnehmen. Persönlicher fachlicher Austausch und Diskussionen bieten die Grundlage, um Wissen zu vertiefen, neue Ideen zu entwickeln oder eigene Projekte vorzustellen.

Das erste Barcamp fand 2005 in Kalifornien statt. Inzwischen gibt es auch hierzulande Barcamps zu den verschiedensten Themen wie Mode, Politik und Kunst.Übrigens: Auf einem Barcamp duzt man sich ;-).

An wen richtet sich das SocialBarCamp?

An alle, denen eine lebenswerte, solidarische und zukunftsfähige Gesellschaft in Schleswig-Holstein am Herzen liegt und die daran in ihrem Umfeld beitragen:

  • Haupt- und ehrenamtliche Vorstände, GeschäftsführerInnen, ProgrammleiterInnen und Mitarbeiterinnen von Vereinen, Verbänden und Institutionen, die soziale Arbeit verrichten, sich für Bildung und Kultur einsetzen, die Umwelt schützen oder sonst gemeinnützig unterwegs sind.

  • SocialEntrepreneure, die sich mit ihrem (zukünftigen) Unternehmen, drängenden gesellschaftlichen Aufgaben in Schleswig-Holstein widmen.

  • VertreterInnen aus der (digitalen) Wirtschaft in Schleswig-Holstein, die mit ihrem Geschäftsmodell oder mit ihrem unternehmerischen gesellschaftlichen Engagement zu innovativen Lösungen beitragen.

  • InteressensvertreterInnen der schleswig-holsteinischen Wirtschaft, die für eine stabile, werteorientierte Gesellschaft als  Voraussetzung für Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze in Schleswig-Holstein eintreten.

  • VertreterInnen aus Politik und Verwaltung aus Gemeinden, Städten und dem Land, die auf das Potential von Menschen und Organisationen in Schleswig-Holstein auf dem Weg zu einer starken Verantwortungsgemeinschaft nutzen möchten.

 

Wer richtet das SocialBarCamp aus?

Veranstalter ist die Stiftung Zivilgesellschaft Schleswig-Holstein.

Die Stiftung fördert

  • gesellschaftliche Innovationen durch multisektorale Zusammenarbeit
  • die Digitalisierung der Zivilgesellschaft
  • den Wissenstransfer innerhalb der Zivilgesellschaft

Partner der Veranstaltung sind:

  • Paritätischer Landesverband Schleswig-Holstein
  • Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein
  • Bundesverband Deutscher Stiftungen
  • Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
  • Landeskulturverband Schleswig-Holstein
  • DiWiSH Clustermanagement

Wo findet das SocialBarCamp statt?

Wir freuen uns sehr, dass das SocialBarCamp im musiculum zu Gast sein kann.

musiculum – Lern- und Experimentierwerkstatt für Kinder und Jugendliche
Stephan-Heinzel-Straße 9
24103 Kiel

Das musiculum ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Linien 31, 34, 91, 100, 101, 640, 902

Für Autos stehen kostenlose Parkplätze auf dem Wilhelmplatz zu Verfügung. Allerdings ist es dort immer recht voll.


Keynote

Etwas barcamp-untypisch, aber wir dachten, etwas Inspiration am Anfang könnte nicht schaden: Daher wird Patrick Gilroy von Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft uns in seiner Keynote ein paar Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft geben.

Hier seine Thesen, die du auch im gleichnamigen Mutmacherpapier nachlesen kannst:

  • Digitalisierung der Zivilgesellschaft ist Chance und Herausforderung im Hier und Jetzt.
  • Digitalisierung verändert das Umfeld gemeinnütziger Organisationen grundlegend.
  • Digitalisierung ist weit mehr als Technologie und digitale Kommunikation.
  • Digitalisierung der Zivilgesellschaft braucht Zeit, Geld und Leidenschaft.
  • Digitalisierung der Zivilgesellschaft hat viele Gesichter – es gibt kein Patentrezept.
  • Digitalisierung ersetzt nicht das Analoge – Digital und Analog brauchen einander.
  • Digitalisierung verändert wie wir leben, arbeiten, uns engagieren – gestalten wir sie aktiv mit!

Zeitplan

13:00 Check-in
13:30 Begrüßung
13:45 KeyNote von Patrick Gilroy: Denkanstöße zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft
14:15 Sessionplanung
15:00 Sessions 1-4
15:45 Gespräche in der Pause
16:00 Sessions 5-8
16:45 Gespräche in der Pause
17:00 Sessions 9-12
17:45 Gespräche in der Pause
18:00 Abschlußrunde: Wie geht es weiter?
18:30 Ende des SocialBarCamps

Im Anschluss ist ein gemütliches Beisammensein in einem Restaurant in der Nähe geplant.

Sessions

Alle Teilnehmenden sind eingeladen, eine Session zu halten, egal, ob es eine Präsentation, ein Vortrag, Workshop, Diskussionsrunde oder eine andere gemeinsame Aktivität ist. Bei der Sessionplanung zu Beginn der Veranstaltung kannst du deinen Vorschlag dem Publikum kurz vorstellen. Es wird dann per Handzeichen abgestimmt, wie hoch das Interesse ist und damit auch, welcher Raum zur Verfügung gestellt wird. Eine Session dauert maximal 45 Minuten, zwischen den Sessions gibt es jeweils 15 Minuten Pause.

Wenn du schon eine Idee, ein Diskussionsthema, eine Frage, einen Kurzvortrag, eine Workshop-Idee oder etwas anderes hast, kannst du uns die Idee gerne mitteilen. Das ist natürlich unverbindlich, hilft aber vielleicht Unentschlossenen, eine Vorstellung der Themenvielfalt zu erlangen. Du kannst deinen Session-Vorschlag schon bei der Ticket-Buchung angeben oder uns später mailen: info@stiftung-zivilgesellschaft.sh

Bisher eingereichte Session-Vorschläge

Soziales Netzwerk mit Mikrokontroller und Sensoren für Senior*innen und/oder Angehörige

Fr 07 Sep 2018

Lernen durch Engagement – Partnerschaftsprojekte zwischen Zivilgesellschaft und Hochschule: Welche Möglichkeiten bietet die Digitalisierung?

Di 04 Sep 2018

An der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel begleitet PerLe (Projekt für erfolgreiches Lehren und Lernen) unterschiedliche Lehrveranstaltungen im Kontext von Lernen durch Engagement.

Studierende bearbeiten im Rahmen eines Seminars konkrete gesellschaftliche Bedarfe in enger Zusammenarbeit mit einem gemeinwohlorientierten Praxispartner. Sie übernehmen gesellschaftliche Verantwortung, nutzen fachliche Fertigkeiten und werden dabei systematisch durch eine Reflexion begleitet. Die regionalen Praxispartner werden in die Lehre eingebunden, nehmen an Vernetzungstreffen teil und unterstützen so engagiertes und praxisnahes Lernen.

In dieser Session wollen wir gemeinsam überlegen, welche Möglichkeiten die Digitalisierung bietet, um solche gemeinschaftlichen Projekte weiter auszubauen.

Welche Bedarfe haben Vereine, Institutionen und Organisationen, welche Konzepte lassen sich von Studierenden digital bearbeiten und bereichern und welche digitalen Kompetenzen sind für Lernen durch Engagement notwendig?

Wie werden wir allen Geschlechtern gerecht? Und nehmen dabei auch noch alle Menschen mit?

Di 04 Sep 2018
Bis jetzt sind wir in der Verwaltung und auch im Alltag häufig in einer binären Geschlechterwelt (Frau & Mann) unterwegs gewesen. Wir wissen inzwischen, dass dies nicht der Realität entspricht und es mehr als zwei Geschlechter gibt. Durch die Anerkennung eines Dritten Geschlechts durch das Bundesverfassungsgericht und die nun folgende Gesetzesänderung wird dies nun in immer mehr Bereichen unseres Lebens reflektiert werden müssen. Die Themen können dabei “einfach” sein, wie z.B. Toiletten, aber auch sehr komplexe Herausforderungen darstellen, wie z.B. Sprache.
Also ist Wandel nötig. Wie können wir Leute dabei mitnehmen? Wie Verständnis schaffen? Darüber würden wir von Fairlanguage gerne mit euch reden. 

Mehr Wirkung durch Gamification

Fr 31 Aug 2018

Gamification – die Nutzung von Spielelementen in spielfremden Umgebungen – erlebt zurzeit einen wahren Siegeszug. Im gemeinnützigen Sektor werden ihre Potenziale aber noch kaum genutzt. 

Lernraum 4.0

Fr 31 Aug 2018

Das digitale Zusammenwachsen von Gesellschaft und Randgruppen am Beispiel der Behinderten

Do 30 Aug 2018

Es soll um die Schwierigkeiten dabei gehen, die von beiden Seiten bestehen und vor allem innerhalb der Randgruppen. Desweiteren wird auf ein Projekt eingegangen, dass die Thematik weltweit behandelt.

Game Apps: Chance für Zivilgesellschaft?!

Fr 24 Aug 2018

Immer mehr Menschen spielen digitale Spiele auf ihren Smartphones, die Game Apps sind ständiger Begleiter für jung und immer mehr alt. Unzählige Apps für fast jedes Bedürfnis gibt es auf dem Markt. Wie nutzt die Zivilgesellschaft Apps, und insbesondere Game Apps. Zeit zu reden über Risiken, Chancen und kommunikative Strategien.
Vorgestellt am Beispiel von „Kawaida’s Journey – A Tanzania Cultural Game App“ (Studio: Cultural Games)

Digitale Kommunikation in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit

Di 14 Aug 2018

Wie kommen bzw. bleiben wir über digitale Medien in Kontakt mit Adressat*innen der Sozialen Arbeit? Gibt es Unterschiede in der Kommunikation mit einzelnen Adressat*innen oder Gruppen? Welche Grenzen sind bei digitaler Kommunikation zu beachten?
Wir wünschen uns für diese Session einen Austausch mit dem Ziel solchen und ähnlichen Fragen nachzugehen und gemeinsam praktische Ideen zu entwickeln.

Digitale Bewerbungen in Leichter Sprache

Do 09 Aug 2018

Das Projekt umfasst ein interaktives digitales Bewerbungstool für Menschen mit Beeinträchtigungen (Lernschwierigkeiten, Lese- und Rechtschreibschwäche, Nicht-Muttersprachler) in Leichter Sprache. Leichte Sprache ist eine vereinfachte Version des Deutschen, um den kommunizierten Inhalt leichter zu verstehen und folgt europäischen Standards und Regeln. 
Da die Bewerbungsverfahren in den vergangenen Jahren fast vollständig digitalisiert wurden, müssen Werkzeuge bereitgestellt werden, um sicherzustellen, dass diese Prozesse transparent und leicht verständlich für alle Menschen sind.
Das Tool soll die Zielgruppe dazu befähigen an digitalen Bewerbungsverfahren teilzunehmen und ihre Bewerbung in Leichter Sprache zu erstellen.
Derzeit ist das Projekt Teil der Förderinitiative digital.engagiert und stand 2017 im Finale der European Social Innovation Competition.
Mit dem Projekt soll der Zielgruppe volle und effektive Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen werden und ein inklusiverer Arbeitsmarkt geschaffen werden.
In dieser Session wird die Idee, der Projektverlauf und das Tool vorgestellt und getestet.

Anmeldung

Die Teilnahme ist kostenlos. Allerdings musst du dich anmelden und ein Ticket buchen. Es wird keine Tickets vor Ort geben.

Solltest du spontan verhindert sein, melde dich bitte bei uns, damit wir dein Ticket an Interessenten auf der Warteliste weitergeben können.

Fragen & Antworten

Hashtag

Um alle Tweets, Posts, Fotos und Videos zu sammeln und allen Teilnehmenden verfügbar zu machen, freuen wir uns über die Verwendung des Hashtags #SocialBarCampSH.

Fotos

Das SocialBarCamp wird durch zahllose Fotos und Videos von Teilnehmenden festgehalten, die meistens ohne Umschweife im Internet landen. Es ist fast unumgänglich, dass man auf der einen oder anderen Aufnahme landet. Mit deiner Teilnahme akzeptierst du diesen barcamp-typischen Umstand.

Verpflegung

Getränke, Obst und Snacks sowie Kaffee und Kuchen stehen für dich kostenlos bereit.

Nach dem SocialBarCamp ist noch ein gemütlichen Besammensein in einem Restaurant in der Nähe geplant. Speisen und Getränke gehen dort auf eigene Kosten.

Dresscode

Es gibt keinen. Komm, wie du dich am wohlsten fühlst! (Ja, auch in kurzen Hosen.)

Anrede

Auf BarCamps gilt traditionell das (temporäre) Du.

Vernetzung

Wie bei BarCamps üblich stellt sich nach der Begrüßung und vor der Sessionplanung jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer kurz vor. Das geschieht durch Nennung des Namens und dreier Hashtags (Stichworte). Beispiel: „Mein Name ist Gerda Musterfrau und meine Hashtags sind #kariert, #liniert und #gepunktet.“

Technik und Ausstattung

Die meisten Räume sind mit einem Beamer, viele auch mit Pinnwänden bzw. Flipcharts sowie Moderationsmaterial ausgestattet. Laptop und andere Geräte musst du selbst mitbringen. (Achtung Mac-Nutzer, denke an den Adapter!)

WLAN

Das musiculum ist in einem alten, denkmalgeschützen Gebäude untergebracht. In den Räumen findet normalerweise analoge Musik statt. Daher können wir eine lückenlose Hochgeschwindigkeitsverbindung nicht garantieren.

Der zentrale Raum wird aber auf jeden Fall mit WLAN ausgestattet sein.

Für die übrigen Räume ist es empfehlenswert, eine eigene Datenverbindung zu nutzen, wenn du sie für deine Session benötigst.

© Stiftung Zivilgesellschaft 2018